Die richtige Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil, wenn es darum geht, maximale Ergebnisse im Training zu erzielen. Als Personal Trainer in Lübeck sehe ich seit 2020, wie eine gut abgestimmte Ernährung die Leistung meiner Klienten signifikant verbessern kann.
Die Wissenschaft der Makronährstoffe
Kohlenhydrate – Treibstoff für deine Bestleistungen
Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle für kurz- und hochintensive Aktivitäten, da der Körper sie schneller in nutzbare Energie umwandeln kann als Proteine oder Fette. Sie werden in Form von Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert.
- Sofortige Energiequelle für intensives Training
- Wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels
- Speicherung in Muskeln und Leber als Glykogen
Optimale Quellen sind langsam verdauende Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, Haferflocken und stärkehaltiges Gemüse vor dem Training, sowie schnell verdauende Kohlenhydrate wie Obst nach dem Training zur Regeneration.
Proteine – Bausteine deiner Muskeln
Proteine bestehen aus Aminosäuren, die als Bausteine für das Wachstum und die Reparatur von Gewebe dienen. Nach dem Training entstehen in den Muskeln mikroskopische Risse, die durch Aminosäuren repariert und wiederaufgebaut werden – so wächst der Muskel.
- Reparatur von Muskelgewebe nach dem Training
- Aufbau neuer Muskelmasse
- Erhalt von Muskelgewebe auch in Diätphasen
Empfohlene Proteinquellen: tierische Proteine wie Hähnchen, Fisch und Eier sowie pflanzliche Proteine wie Linsen, Bohnen und Tofu. Mehr dazu im Artikel Ernährung für den Muskelaufbau.
Fette – Langanhaltende Energie
Fette liefern mehr als doppelt so viele Kalorien pro Gramm (9 kcal) wie Kohlenhydrate oder Proteine (je 4 kcal). Dies macht sie besonders wertvoll für langanhaltende, weniger intensive Aktivitäten.
- Energiequelle für langandauernde, moderate Aktivitäten
- Wichtige Rolle in der Hormonbalance (u.a. Testosteron)
- Gesunde Quellen: Avocados, Olivenöl, fetter Fisch, Leinsamen und Chiasamen
Mikronährstoffe – Die unterschätzten Helfer
Vitamine
- B-Vitamine für die Energieproduktion und den Stoffwechsel
- Vitamin D für Knochengesundheit, Immunfunktion und Muskelkraft
- Vitamin C und E als Antioxidantien gegen trainingsbedingte oxidative Belastung
Mineralien
- Eisen – wesentlich für den Sauerstofftransport im Blut
- Magnesium – hilft bei Muskelkontraktion und -entspannung
- Zink – wichtig für Proteinsynthese und Immunabwehr
Timing deiner Ernährung
Ein gezieltes Timing deiner Mahlzeiten kann die Verfügbarkeit von Energie maximieren und Magen-Darm-Beschwerden während des Trainings vermeiden.
- 2–3 Stunden vor dem Training: Ausgewogene Mahlzeit mit komplexen Kohlenhydraten und Proteinen
- Vor dem Training meiden: Schwere, fettreiche Mahlzeiten
- Während des Trainings: Ausreichend Wasser oder elektrolytreiche Flüssigkeiten
- Nach dem Training: Schnelle Kohlenhydrate + Protein für die Regeneration (innerhalb von 2 Stunden)
Häufige Ernährungsfehler
- Unzureichende Hydration – trinke mindestens 30 ml pro kg Körpergewicht
- Übermäßige oder unzureichende Kalorienaufnahme
- Vernachlässigung von Mikronährstoffen
- Fehlende Mahlzeitenplanung
Plane deine Mahlzeiten und Snacks im Voraus, um sicherzustellen, dass du ausreichend und regelmäßig isst. Weitere Tipps zum Thema Diät findest du im Artikel Erfolgreich abnehmen: Die besten Diät-Tipps.
Hydration: Was, wann und wie viel?
Schon 2 % Flüssigkeitsverlust senken die Trainingsleistung messbar — sowohl Kraft als auch Ausdauer. Trotzdem überschätzen viele ihren Wasserbedarf oder bemerken Dehydration zu spät.
- Tagesbedarf: 30–40 ml pro kg Körpergewicht — bei 75 kg also 2,3–3 Liter, mehr bei warmem Wetter oder intensivem Training
- Vor dem Training: 400–500 ml in den 2 Stunden davor, weitere 200 ml direkt davor
- Während: 150–250 ml alle 15–20 Minuten, je nach Schwitzrate
- Nach intensivem Training: 1,5 Liter pro verlorenem kg Körpergewicht (Vor- und Nach-Wiegen verrät den Verlust)
- Elektrolyte: Bei Einheiten über 60–90 Minuten oder starkem Schwitzen lohnt sich ein Sport-Getränk oder Wasser mit Prise Salz und etwas Zitrone
Mahlzeiten-Timing: Pre-, Intra- und Post-Workout
Pre-Workout (90–120 Min. vor dem Training)
Komplexe Kohlenhydrate + moderate Proteinmenge, wenig Fett: z. B. Haferflocken mit Banane und Whey-Shake, oder Vollkornbrötchen mit Magerquark und Honig. Vermeide schwere oder fettreiche Mahlzeiten — die liegen im Magen.
Intra-Workout (während dem Training)
Bei Einheiten unter 60 Minuten reicht Wasser. Längere oder sehr intensive Sessions: 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde, z. B. Banane oder Sportgetränk. Krafttraining-Sessions normalerweise nicht nötig.
Post-Workout (innerhalb 2 Stunden)
20–40 g Protein + 40–80 g Kohlenhydrate. Klassiker: Hähnchen mit Reis, Lachs mit Süßkartoffel, oder pragmatisch ein Whey-Shake mit Banane. Das „anabole Fenster" ist nicht so eng wie früher gedacht — wichtig ist die Tagesgesamtmenge.
Häufige Fragen
Sollte ich nüchtern trainieren?
Nüchtern-Training kann bei niedrig-intensiven Cardio-Einheiten (Joggen, Spazieren) Vorteile für Fettstoffwechsel haben — die Kalorienbilanz bleibt aber das, was zählt. Bei intensivem Krafttraining oder HIIT verlierst du Leistung. Wer morgens trainiert: kleine Kohlenhydrat-Snack reicht (z. B. Banane).
Wie viel Kaffee ist OK vor dem Training?
3–6 mg Koffein pro kg Körpergewicht 30–45 Minuten vor dem Training verbessern Leistung messbar. Bei 75 kg sind das ~225–450 mg — entspricht 2–4 Tassen Kaffee. Mehr lohnt sich nicht und bringt Schlafprobleme. Vorsicht bei abendlichem Training.
Brauche ich ein Sportgetränk?
Bei Einheiten unter 60 Minuten: nein. Bei Ausdauereinheiten über 90 Minuten oder starkem Schwitzen: ja. Selbst gemischtes Sportgetränk: 500 ml Wasser, 30 g Maltodextrin oder Traubenzucker, eine Prise Salz, Spritzer Zitrone — kostet ein Bruchteil von Markenprodukten.
Wirken Pre-Workout-Booster wirklich?
Die meisten Effekte kommen vom Koffein — den kannst du auch separat (günstiger). Was zusätzlich wirkt: Citrullin-Malat (für Pump und Ausdauer), Beta-Alanin (Kribbeln aber Leistungsplus). Was viel verspricht aber wenig liefert: Pre-Workout-Mixe mit 20+ Inhaltsstoffen in unterdosierten Mengen.
Was tun bei Heißhunger nach dem Training?
Heißhunger nach dem Training ist normal — der Körper signalisiert Energiebedarf. Plane eine richtige Post-Workout-Mahlzeit ein, dann ist der Heißhunger weg. Wenn er bleibt: meist zu wenig Schlaf, zu wenig Protein im Tag oder zu starkes Kaloriendefizit.
Hinweis: Die hier genannten Ernährungsempfehlungen sind allgemeine Richtwerte und ersetzen keine individuelle Ernährungsberatung. Bei Unverträglichkeiten oder Vorerkrankungen konsultiere bitte einen Arzt oder Ernährungsberater.
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Im Personal Training in Lübeck unterstütze ich dich dabei, deine Ernährungsstrategie gezielt auf deine Trainingsziele abzustimmen.
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